Yoga lässt dein Gehirn schrumpfen

Dass Yoga Körper und Geist stärkt, ist allgemein bekannt. Nun haben niederländische Wissenschaftler herausgefunden, dass Yoga Teile unseres Gehirns schrumpfen lässt – und das ist sogar gut so.


Yoga ist immer mehr Trend. Yoga-Schulen spriessen wie Pilze aus dem Boden und dem Varianten-Reichtum der verschiedenen Stile scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Von reinen Meditationsklassen über Acro-Yoga bis hin zu Bikram- oder Bier-Yoga, findet man das ganze Spektrum. Yoga ist vom Ursprungs-Gedanken und von seiner Tradition her jedoch keine Akrobatik, sondern vielmehr ein Work-in anstatt ein Work-out.


In einer gross angelegten Studie haben Niederländische Forscher nun herausgefunden, dass Yoga Teile unseres Gehirns schrumpfen lässt. Für die besagte «Rotterdam Study» wurden 3742 Probanden untersucht. Davon wurden 2397 Teilnehmer während fünf Jahren beobachtet, um langfristige Veränderungen festzuhalten. Regelmässige Gehirnscans waren Teil der Untersuchung.


Dabei wurde gezeigt, dass das Praktizieren von Yoga (Bewegungsabfolgen, Atemübungen und Meditation) den linken Hippocampus und die rechte Amygdala schrumpfen lässt. Im Hippocampus fliessen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen und werden dort verarbeitet. Der Hippocampus ist enorm wichtig in der Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Die Amygdala ist an der Furchtkonditionierung beteiligt und spielt allgemein eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren. Die linke Amygdala ist zuständig für positive Emotionen, die rechte Amygdala für negative Emotionen und Gedanken. Hier entstehen Gefühle wie Angst, Abneigung und Stress. Wenn diese Gehirnregionen schrumpfen, welche für negative Emotionen zuständig sind, ist dies also ein durchaus positiver Effekt.


Folglich konnte gezeigt werden, dass Yoga-Praktizierende viel positiver durchs Leben gehen und besser mit Stress umgehen können als andere. Gemäss dieser Studie reicht das Praktizieren von einer Stunde pro Woche über mindestens ein Jahr. Um die Wirkung des Yoga zu spüren, benötigt es also eine gewisse Beständigkeit. Dies gilt für Menschen, die einen gestressten Alltag erleben und natürlich auch für solche, die es nicht soweit kommen lassen möchten.


In den wöchentlich stattfindenden Yoga-Stunden bei YOGATA begleite ich Sie gerne auf Ihrem Weg. Ich unterrichte in der Tradition Krishnamcharyas, der den Begriff Viniyoga geprägt und einer breiten Menge zugänglich gemacht hat. Viniyoga ist nach einem klaren und gesundheitsorientierten Konzept aufgebaut. Keine Akrobatik, sondern das Erreichen einer bestimmten Qualität steht im Mittelpunkt des Übens: Stabilität, Leichtigkeit und gerichtete Aufmerksamkeit. Der Fokus liegt auf dem Erreichen der Wirbelsäule und somit auf einem gesunden und gestärkten Rücken.

Die Übungen werden mit einem bewusst geführten Atem verbunden und in einzelnen Schritten sinnvoll und durchdacht aufgebaut. Sie werden da abgeholt, wo Sie gerade stehen, mit Ihren körperlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

Mit Yoga schenken Sie ihrem Körper nicht nur mehr Präsenz, sondern auch mehr Gelassenheit und Ruhe im Alltag.


Probelektionen sind jederzeit auf Anfrage möglich.

Ich freue mich auf gemeinsames „Gehirn Schrumpfen“.


Marion Kündig-Bugmann

www.yogata.ch


Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11682-018-9826-z




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